Medizintourismus in Polen

Ein boomender Bereich besonders in der Schönheitschirurgie

Obgleich der Begriff „Medizintourismus“ mittlerweile zum gängigen Fachbegriff geworden ist, ist die Datenlage vergleichsweise karg. Die „Polish Association of Medical Tourism“ gab an, dass im Jahr 2011 etwa 320.000 ausländische Patienten zu einer medizinischen Behandlung nach Polen kamen. Im Jahr 2013 seien rund 600.000 EU-Bürger nach Polen gereist, um sich operieren zu lassen, Tendenz weiter steigend. Besonders Interessierte aus Deutschland und Großbritannien zieht es ins nahegelegene Polen. Dort unterscheiden sich die medizinischen Behandlungsmethoden heute kaum mehr von europäischen Standards, jedoch raten Verbraucherschützer zum Blick in die Details und zum transparenten, detaillierten Vertragsabschluss nach deutschem Recht. Polen ist ein bevorzugtes Ziel von Deutschen, um sich einem Eingriff wie einer Brustvergrößerung zu unterziehen. Und das hat auch gute Gründe. Polens Ärzte arbeiten auf hohem Niveau, die medizinischen und paramedizinischen Dienstleistungen werden von Patientinnen und ihren Angehörigen geschätzt. Insbesondere die populäre Kombination aus Urlaubs- und Einkaufreise mit medizinischen Behandlungen lässt sich in Polen recht unkompliziert realisieren.

Liftings

Liftings sind eine der beliebtesten Schönheitsoperationen in Deutschland
Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

Polnische Schönheitschirurgen und plastische Chirurgen sind anerkannte Fachärzte, deren medizinische Ausbildung und praktische Erfahrung im Einklang mit den hohen Ansprüchen deutscher Patientinnen stehen. Sie sind Erfahrungsberichten zufolge mit deutschen Standards vergleichbar und können sogar mit den medizinischen Leistungen aus den Vereinigten Staaten mithalten. Polens Lage in Europa birgt darüber hinaus für deutsche Patientinnen deutliche Kostenvorteile, ohne qualitative Abstriche zu verzeichnen. Das gilt für Brustoperationen und andere Eingriffe der ästhetischen und plastischen Chirurgie gleichermaßen.


Besonderheiten einer Schönheitsoperation in Polen

Negative Schlagzeilen über missglückte Schönheitsoperationen im Ausland (die im Übrigen nicht seltener oder häufiger missglücken als die in Deutschland selbst) schrecken die Patienten ab – und fordern eine größtmögliche Transparenz von den polnischen Kliniken. Die bieten diese Serviceleistung gerne, erteilen in aller Regel im Vorfeld kostenlos und unverbindlich in schriftlicher oder mündlicher Form jegliche Art von Information, die sich Patienten nur wünschen können.


Hohe Transparenz über den gesamten Ablauf hinweg

Nach einem ersten Kennenlernen wird das medizinische Leistungsportfolio präsentiert, das dem Deutschen keineswegs in Qualität und Leistung und schon gar nicht an Transparenz und Kundenorientierung nachsteht, sondern vielmehr gleiche Leistung für weniger Geld anbietet. Der Behandlungsplan inklusive Kostenaufstellung wird auf Basis eines medizinischen Fragebogens erstellt. Auch die Behandlungsdauer wird darin bereits vorsichtig geschätzt, denn sie dient als Grundlage für die Planung des Polen-Aufenthalts. Mit der Zustimmung der Patientin zum Kosten- und Behandlungsplan, wird der Termin gebucht. Alternativ wird dieser dann erst verbindlich eingebucht, sobald eine Anzahlung geleistet wurde. Für die Dauer des Aufenthalts fungiert die Klinik als Reiseführer, der sich nicht nur um die Verständigung mittels Dolmetscher kümmert, sondern auch dafür Sorge trägt, dass der Aufenthalt von einer Fülle von Eindrücken geprägt ist. Dazu gehört nebst künstlerischen und kulturellen Highlights natürlich auch die polnische Küche. Ein zusätzlicher Pluspunkt und ein Zeichen der Seriosität ist das Angebot einer expliziten Versicherung mit unterschiedlichen Leistungspaketen. Damit werden auch die größten Kritikerstimmen ihrer Macht enthoben, denn diese warnen nicht etwa vor den Eingriffen in Polen, sondern vor einer fehlenden Absicherung im Falle eines mangelhaften Ergebnisses oder gar einer Folgeerkrankung.


Kosten für Schönheitsoperationen in Polen

Die Kosten für Schönheitsoperationen in Polen sind geringer als in Deutschland. Da möchte mancher Kritiker vermuten, dass niedrige Kosten auch mit einer schlechten Qualität einhergehen. Doch das ist nicht der Fall. Um Zweifel aus der Welt schaffen zu können, ist es sinnvoll, bereits im Vorfeld einen Kriterienkatalog anzulegen, um die Klinik zu finden, bei der das Preis-Leistungsverhältnis stimmt.


Auf dem Weg zur passenden Klinik

Dieser Kriterienkatalog hilft dabei, eine Klinik in Polen zu finden, die gut und günstig ist:

  • Welche Referenzen hat die Klinik bzw. der behandelnde Arzt vorzuweisen?
  • Ist die Klinik international zertifiziert?
  • Ist eine unverbindliche, kostenlose Beratung im Vorfeld möglich?
  • Welche Leistungen umfassen die Gebühren (Vorsorge, Operation, Aufenthalt, Verpflegung, Nachsorge)?
  • Welche Möglichkeiten haben die Begleiter, in der Nähe unterzukommen?

Einfacher: Nutzung eines Veranstalters im Medizintourismus

Der Medical Travel Service Polen hat sich darauf spezialisiert, zertifizierte Ärzte und Kliniken in Polen für diverse Behandlungen an deutschsprachige Interessenten zu vermitteln. Interessenten erhalten je nach Wunschregion Behandlungsvorschläge und können ebenfalls eine adäquate Unterkunft und Verpflegung vermittelt bekommen. Kostenfreie Informationen sind über nachfolgenden Link bestellbar. Infomaterial anfordern


Nur selten zahlt die Krankenkasse

Obgleich es hier und da Ausnahmeregelungen bei speziellen Operationen gibt, werden die Kosten für Schönheitsoperationen in der Regel nicht von den Krankenkassen übernommen. Eine verbindliche Aussage, welche Kosten gegebenenfalls getragen werden, kann nur die Krankenkasse selbst treffen. Deshalb ist es an dieser Stelle sinnvoll, vorab bei der Krankenkasse nachzufragen, ob eine finanzielle Unterstützung denkbar ist.

Zahlungsoptionen

Bei den Kosten für eine Schönheitsoperation handelt es sich nicht um Cent-Beträge, weswegen die Frage nach den Zahloptionen durchaus berechtigt ist. Wer es sich nicht leisten kann, die Kosten für die Operation aus eigenen Stücken zu bezahlen, hat die Option, hierfür einen Kredit aufzunehmen. Wie bei jeder anderen Form der Kreditaufnahme entscheiden auch hier die persönlichen finanziellen Rahmenbedingungen über die Konditionen, die an den Kredit gekoppelt sind.


Schönheitsoperationen im Vergleich: Behandlungen in Polen und in Deutschland

Für viele ist der Preis ausschlaggebend dafür, dass sie sich nicht in Deutschland einer Schönheitsoperation unterziehen möchten, sondern sich stattdessen hin zu den polnischen Nachbarn orientieren. Doch wer die Erfahrungsberichte aufmerksam studiert, erkennt: Nicht nur die günstigeren Preisen locken die Menschen nach Polen, die der Wunsch nach einer Schönheitsoperation eint. Immer häufiger berichten Patienten auch von den umfassenden Vor- und Nachsorgeleistungen, einer angenehmen Wohlfühlatmosphäre in den Kliniken und sogar von einem Rahmenprogramm für Patienten und Begleiter.

Zertifizierte Leistungen
Die Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie, kurz DGÄPC, steht in Deutschland seit 1972 für qualifizierte und zertifizierte ästhetische Chirurgie. Das internationale Äquivalent dazu ist die International Society of Aesthetic Plastic Surgery, kurz ISAPS, die im Jahr 1970 gegründet wurde. Ein Hauptaugenmerk legt die Organisation auf den Medizintourismus, unter den auch Brustoperationen in Polen fallen. Ist eine Klinik oder ein Arzt mit dem internationalen ISAPS-Label ausgezeichnet, ist dies ein Zeichen für höchste Qualität, Kompetenz und regelmäßige Qualitätsüberprüfung. Für die Patientin bedeutet dies
  • eine zur Anamnese passende Behandlungsform,
  • eine transparente und kompetente psychische und physische Vorbereitung,
  • ein kompetenter und qualifizierter Facharzt mit Erfahrung,
  • eine Klinik mit qualifiziertem Pflegepersonal und der Fähigkeit, im Notfall, korrekt zu agieren.

Qualitäts-Check

Wer sich für einen Eingriff in Polen entscheidet, sollte sich im Vorfeld detailliert über Klinik, Ärzte, Eingriff und Behandlung informieren. Darauf sollten Patientinnen vor einer Brustoperation in Polen achten:

  • Die Klinik bzw. der Arzt sollte ein verifiziertes Zertifikat ausweisen können. Vom Besuch von Kliniken und Ärzten mit wenig Praxiserfahrung ist in jedem Fall abzuraten. Das Universitätszertifikat sollte in Ordnung sein, ebenso sollte die Institution einer namhaften Vereinigung angehören. Das ISO-Zertifikat weist auf die Einhaltung europäischer Standards hin. Achtung: „Schönheitschirurg“ oder „ästhetischer Chirurg“ sind keine geschützten Titel. Die korrekte Bezeichnung, die ein Medizinstudium sowie eine explizite Weiterbildung voraussetzt, lautet „Facharzt für plastische und ästhetisch Chirurgie“.
  • Die Kommunikation muss idealerweise in Deutsch oder mittels eines professionellen Dolmetschers möglich sein. Etwaige Verträge sollten erst nach ausgiebiger Prüfung unterzeichnet werden.
  • Die gewünschte Behandlungsform inkl. Details zu verwendeten Materialien (beispielsweise bei Implantaten) sollte schriftlich dokumentiert werden. Ein sogenannter Materialpass kann Auskunft darüber geben, welches Material zum Einsatz kommt. Zudem muss geklärt werden, welches Recht Anwendung findet, falls es zum Streitfall kommt. Tipp: Idealerweise sollte deutsches Recht angewendet werden. Darüber hinaus empfehlen Verbraucherschützer darauf zu achten, dass neben dem Behandlungs- und Kostenplan auch schriftlich festgehalten wird, dass Kosten für etwaige Nachbehandlungen im Preis inbegriffen sind.
  • Im Behandlungs- und Kostenplan ist explizit darauf zu achten, dass alle Vor- und Nachsorgeuntersuchungen sowie die Kosten für Anästhesie, Unterkunft und Verpflegung transparent aufgeführt werden.
  • Es ist legitim, zwei medizinische Meinungen einzuholen – beispielsweise von einem deutschen und einem polnischen Facharzt. Eventuell ist es auch möglich, etwaige Nachsorgeuntersuchungen von einem deutschen Kooperationspartner übernehmen zu lassen. Dies ist jeweils im Detail zu überprüfen.